Abgrenzung von Einzugsgebieten um Standorte

Wie sieht das tatsächliche Einzugsgebiet aus?

Die möglichst exakte Berechnung des Einzugsgebietes ist eine wichtige Basis für alle Standortanalysen und damit verbundene strategische Entscheidungen.

Alle Einzelhändler und vor allem deren Expansionsabteilungen stehen regelmäßig vor der Frage, wie das Einzugsgebiet möglichst exakt berechnet wird.

Das Einzugsgebiet bildet die Basis für weitere Standortanalysen und gibt auch Aufschluss darüber, wieviele Einwohner im Einzugsbereich leben und welche Kaufkraft zur Verfügung steht. Daraus können wiederum Potenziale berechnet und weitere Maßnahmen für eine Standortbewertung abgeleitet werden.

Routing-Algorithmen von Straßennetzen, die verschiedene Parameter, wie z.B. Verkehrsträger (PKW, Fuß, ggf. Fahrrad, ÖV) und Verkehrsdichten (schnell/langsam) berücksichtigen und von dem Punkt des Filialstandortes ausgehen, haben sich als Standard etabliert. Die Berechnung einer möglichen Erreichbarkeit bedeutet gerade in Großstädten aber noch keinen tatsächlichen Besuch.

Analysiert man echte Kundenbesuche, so zeigt sich immer wieder, dass ein Einzugsgebiet innerstädtisch nach wenigen Minuten Fahrzeit abbricht, während der gleiche Standort stadtauswärts von 20min entfernt wohnenden Haushalten aufgesucht wird. Diese „Unwucht“ in den Einzugsgebieten lässt sich mit Routing-Algorithmen und ähnlichen Funktionen von GIS-Tools (zum Beispiel QGis) bislang nicht abbilden.

Mit den app-basierten Bewegungsdaten ergeben sich hier neue exakte Möglichkeiten für Einzugsgebietsanalysen, den Besuch von Kunden in Shops oder Zentren zu erfassen und das tatsächliche Einzugsgebiet zu berechnen. Dazu werden die Homezones der Shop-Besucher ermittelt. Die darüber mögliche Verknüpfung mit microgeographischen Informationen, wie z.B. den Sinus-Milieus® in der Microgeographie, ermöglicht weitere Analysen, z.B. die Besucheranalyse und trägt so zu strategischen Entscheidungen bei.

Anwendungsmöglichkeiten
  • Werbemittelverteilung optimieren: es werden nur Gebiete berücksichtigt, wo Kunden wohnen oder wo die Kaufkraft hoch ist.
  • Standortentscheidungen treffen: Welche Standort-Option hat das größere Potenzial?
  • Gebietsschutz festlegen: Überlappungen werden mit Hilfe der Einzugsgebietsanalyse aufgedeckt.

Das Ergebnis ist z.B. eine Karte, die auf Ebene von Postleitzahlen, Rastern, Straßennetzen das Einzugsgebiet darstellt. Unser Beispiel zeigt Einzugsgebiete im Vergleich zwischen der Berechnung über Fahrzeitisochronen und der Nutzung von Bewegungsdaten:

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